AKTUELLES | AUKTIONEN | SERVICE | ÜBER UNS 

 AUKTIONEN

  Informationen

  Vorwort

  Auktionsbedingungen

  Einlieferungsvertrag

  Erläuterungen

  Newsletter


  NACHVERKAUF

  Katalog 120. Auktion
  und Ergebnisse



  KATALOG

  Katalog zum Blättern


  LIVE BIETEN

  Erläuterungen



  KUNDENBEREICH

  Anmelden

  Kostenlos registrieren


  LETZTE AUKTIONEN

  Katalog 119. Auktion

  Katalog 118. Auktion

  Katalog 117. Auktion

  Katalog 116. Auktion

  Katalog 115. Auktion

  Katalog 114. Auktion

  Katalog 113. Auktion

  Katalog 112. Auktion

  Katalog 111. Auktion

  Katalog 110. Auktion

  Katalog 109. Auktion

  Katalog 108. Auktion

  Katalog 107. Auktion

  Katalog 106. Auktion

  Katalog 105. Auktion

  Katalog 104. Auktion

  Katalog 103. Auktion

  Katalog 102. Auktion

  Katalog 101. Auktion

  Katalog 100. Auktion

  Katalog 99. Auktion

  Katalog 98. Auktion

  Katalog 97. Auktion

  Katalog 96. Auktion

  Katalog 95. Auktion

  Katalog 94. Auktion

  Katalog 93. Auktion

  Katalog 92. Auktion

  Katalog 91. Auktion

  Katalog 90. Auktion

  Katalog 89. Auktion

  Katalog 88. Auktion

  Katalog 87. Auktion

  Katalog 86. Auktion

  Katalog 85. Auktion

  Katalog 84. Auktion

  Katalog 83. Auktion

  Katalog 82. Auktion

  Katalog 81. Auktion

  Katalog 80. Auktion

  Katalog 79. Auktion

  Katalog 78. Auktion

  Katalog 77. Auktion

  Katalog 76. Auktion

Los Details  

Hier finden Sie die Details zu diesem Los.
Weitere Optionen haben Sie, wenn Sie angemeldet sind.




 Vorheriges LosZurückNächstes Los 
Losnr.:1776 (Banken DM)
Titel:Bankhaus I. D. Herstatt KGaA (4 Stücke)
Auflistung:Aktie 1.000 DM April 1962, #14199; 1.000 DM Nov. 1962, Blankette; 1.000 DM Dez. 1965, #20060 und 1.000 DM April 1969, #25802.
Ausruf:200,00 EUR
Ausgabe-
ort:
Köln
Abbildung:Bankhaus I. D. Herstatt KGaA (4 Stücke)
Info:Kurzgeschichte: Bereits 1782 gründete Johann David Herstatt in Köln das Bankhaus I. D. Herstatt, das zunächst 1888 vom Kölner Bankhaus J. H. Stein übernommen wurde. Sein Nachfahre Iwan David Herstatt (1913-1995) begann 1931 eine Lehre bei der Deutschen Bank. Nach Kriegsende leitete er zunächst die Kölner Niederlassung der Bank für Gemeinwirtschaft. 1955 kaufte Herstatt das Bankhaus Hocker & Co., mit Unterstützung seines Jugendfreundes Hans Gerling, der 81,4 % der Aktien der nunmehr als I. D. Herstatt KGaA firmierenden Bank übernahm. Sitz in Köln, Unter Sachsenhausen 6, mit einer Filiale in Bonn. Lange Zeit zunächst als kleine feine Privatbank erfolgreich. Dann engagierte der Bankier Herstatt einen gewissen Danny Dattel für den Devisenhandel. Im Vergleich zum heutigen Derivate-Geschäft war es ein vergleichsweise kleines Rad, das der rührige Dattel bei Herstatt drehte. Zur Umgehung der beschränkten Kompetenzen wurden Geschäfte mit Strohmännern fingiert, die Schieflagen durch Fehleinschätzung des Dollar-Kurses addierten sich deshalb unbemerkt. Am Ende reichte es aber zur spektakulärsten Banken-Pleite der Nachkriegszeit, in Folge derer sogar Hans Gerling zeitweise die Kontrolle über sein Versicherungs-Imperium verlor. Langgeschichte: Bereits 1782 gründete Johann David Herstatt in Köln das Bankhaus I. D. Herstatt, das zunächst 1888 vom Kölner Bankhaus J. H. Stein übernommen wurde. Sein Nachfahre Iwan David Herstatt (1913-1995) begann 1931 eine Lehre bei der Deutschen Bank und leitete 1940-44 die Kreditabteilung einer zur Deutschen Bank gehörenden Bank im lothringischen Metz. Nach Kriegsende leitete er zunächst die Kölner Niederlassung der Bank für Gemeinwirtschaft. 1955 kaufte Herstatt das Bankhaus Hocker & Co., finanziert von seinem Jugendfreund, dem Versicherungsmagnaten Hans Gerling, der 81,4 % der Aktien der nunmehr als I. D. Herstatt KGaA firmierenden Bank hält. Iwan David Herstatt ist persönlich haftender Gesellschafter. 1957 wird das neue Bankgebäude in der Kölner Bankenmeile eröffnet (Unter Sachsenhausen 6, heute Sitz der Industrie- und Handelskammer). Die Bank etabliert sich im Wertpapiergeschäft und gewinnt die meisten der Kölner Prominenten als Kunden. Die Herstatt-Bank wird von einer Regionalbank zu einem überregional tätigen Institut mit Filialen in Bonn (Kaiserplatz 3) und Frankfurt/Main (Wiesenau 1) und erlangt schließlich durch ihr starkes Auslands- und Devisengeschäft in den frühen 1970er Jahren wachsende internationale Bedeutung. Nach dem Zusammenbruch des 1944 geschaffenen Bretton-Woods-Systems fester Wechselkurse auf Grundlage des (am 15.8.1971 von US-Präsident Nixon einseitig aufgekündigten) Goldstandards der Währungen begann die Zeit frei schwankender Wechselkurse (Floating). Das ermöglichte Devisenspekulationen, und der spekulative Eigenhandel mit Devisen wurde die Hauptaktivität der Herstatt-Bank. Ein Team von sechs gerade mal knapp über 20 Jahre alten Devisenhändlern unter Leitung von Dany Dattel, intern “Goldjungs” genannt, begann ein immer größeres Rad zu drehen, ohne daß es für die Aktivitäten eine nennenswerte Kontrolle gab. Der Devisenhandel mit seiner damals für eine Bank noch völlig futuristisch wirkenden Computer- und Kommunikationstechnik hieß bankintern “Raumstation Orion”. Das Tageslimit von 10 Mio. $ pro Person und Tag umgingen die Herstatt-Devisenhändler bald mit anderen Mitarbeitern der Bank als Strohmännern. Diese waren aber als Privatpersonen gar nicht termingeschäftsfähig, so daß sie nicht erfüllen brauchten und mögliche Verluste schließlich auf die Bank zurückfielen. Nach der Ölkrise 1973 spekulierten die “Goldjungs” auf einen steigenden Dollar und standen schließlich mit einem Volumen von 8 Mrd. DM im Risiko. Schon eine Kursschwankung des Dollars um nur 1 % überstieg somit das gesamte Grundkapital der Herstatt-Bank. Warnungen des Risikomanagements wurden von Vorstand und Aufsichtsrat ignoriert, und der 1973er Abschluß erhielt noch das uneingeschränkte Testat der Wirtschaftsprüfer. Doch statt zu steigen fiel der Dollar seit Anfang 1974 stetig. Am 31.5.1974 bezifferte eine bankinterne Prüfung die Verluste im Devisenhandel auf 64 Mio. DM, womit fast 90 % des Eigenkapitals verloren waren. Nur zwei Wochen später waren die Verluste auf die damals schwindelerregende Summe von 450 bis 520 Mio. DM angeschwollen. Am 23.6.1974 informierte man die Bundesbank und einen Tag später das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Als die drei Großbanken am 26.6.1974 eine Rettung der Herstatt-Bank durch Übernahme von Bürgschaften ablehnen, ordnet das BA Kred noch am gleichen Tag die Schließung der Bank an. Am Tag darauf beantragt die Herstatt-Bank wegen Überschuldung die Eröffnung des Vergleichsverfahrens. Vor dem Hauptsitz der Bank kommt es zu tumultartigen Szenen, das Gebäude muß unter Polizeischutz gestellt werden. Die deutschen Aktienkurse brechen ein. Am Ende erhielten die Gläubiger aus dem Restvermögen der Bank, einem Feuerwehr-Fonds der deutschen Privatbanken und dem Privatvermögen des persönlich haftenden Gesellschafters Herstatt und des Großaktionärs Gerlin über 80 % ihrer Einlagen zurück. Hans Gerling verlor in diesem Zusammenhang die Mehrheit an seinem Versicherungskonzern und musste den HDI und die Deutsche Bank mit ins Boot nehmen. I. D. Herstatt wurde 1984 zunächst zu 4 1/2 Jahren Gefängnis wegen Untreue verurteilt, der BGH machte daraus eine Bewährungsstrafe von 2 Jahren und 1991 wird die Strafe ganz erlassen. Die sechs Devisenhändleer erhielten im höchsten Fall 7 Jahre Gefängnis. Der Hauptverantwortliche Dany Dattel kam wegen Verhandlungsunfähigkeit völlig ungeschoren davon und klagt immer noch auf Zahlung großer Summen, die ihm aus erfolgreichen Devisengeschäften angeblich geschuldet werden. Das verbliebene Restvermögen der Bank von 10 Mio. DM kann deshalb bis heute an die restlichen 7.000 Gläubiger nicht ausgeschüttet werden, weil der Ausgang dieser Prozesse abgewartet werden muß. Wesentliche Konsequenzen der Herstatt-Pleite waren übrigens die Gründung des Einlagensicherungsfonds deutscher Banken und eine Reformierung der Bankenaufsicht.
Erhaltung:UNC-EF.
Zuschlag:200,00 EUR
 Vorheriges LosZurückNächstes Los 

Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

Aus der Auktion:
Textil - DM (Konvolut 26 Stücke)
Textil - DM (Konvolut 26 Stücke)
Mehr zur Aktie
Mehr zur Auktion
Katalog bestellen

Auktionstermine
6. Januar 2022:
37. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
26. Februar 2022:
121. Auktion Freunde Historischer Wertpapiere
7. April 2022:
38. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
28. Mai 2022:
XLI. Auktion Hanseatisches Sammlerkontor
7. Juli 2022:
39. Live-Auktion der Deutsche Wertpapierauktionen GmbH

Letzte Meldungen:
11. Oktober 2021:
Ergebnisse der 120. FHW-Auktion jetzt online!
5. Oktober 2021:
120. Freunde-Auktion am 9. Oktober 2021 - Nur noch 4 Tage bis zur Auktion!
3. September 2021:
120. FHW-Auktion jetzt Online! Präsenz-Auktion am 9.10.2021 an unserem Firmensitz in Wolfenbüttel!
22. Februar 2021:
Ergebnisse der 119. FHW-Auktion jetzt online!
16. Februar 2021:
119. Freunde-Auktion am 20. Februar 2021 - In 4 Tagen ist es endich wieder soweit!

© 2021 Freunde Historischer Wertpapiere - All rights reserved - Impressum | Datenschutz - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@fhw-online.de