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Losnr.:615 (Stromwirtschaft)
Titel:Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität
Auflistung:Actie 500 Mark 20.5.1883. Gründeraktie (Auflage 10000, R 12).
Ausruf:15.000,00 EUR
Ausgabe-
datum:
20.05.1883
Ausgabe-
ort:
Berlin
Abbildung:Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität
Stücknr.:9781
Info:Beim Besuch der Pariser Weltausstellung für Elektrizität im Jahre 1881 faßte der deutsche Ingenieur Emil Rathenau den Entschluß, das Edisonsche System der elektrischen Glühlichtbeleuchtung industriell zu verwerten. Er erwarb die diesbezüglichen Patente für das Deutsche Reich und schuf mit Hilfe von Banken 1882 eine Studiengesellschaft. Nach Abschluß der Versuche wurde im April 1883 die Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität mit einem Kapital in Höhe von 5 Mio. Mark, mit dem Zweck die Edisonschen Patentrechte gewerblich zu verwerten, elektrische Apparate zu verkaufen und vor allem die Glühlampe zu erzeugen, gegründet. Der Erfolg blieb nicht lange aus, der Abnehmerkreis erweiterte sich und der Gedanke, ganze Häuserviertel und Stadtteile mit Licht zu versorgen, nahm greifbar Gestalt an. Bald trat Emil Rathenau mit den städtischen Behörden Berlins in Verhandlung. 1884 kam ein Vertrag zustande, der ihn ermächtigte, Stadtteile mit elektrischem Lichte zu versorgen. Damit war der Gesellschaft der Bau von Elektrizitätswerken erschlossen. Gründe wirtschaftlicher Natur ließen es Rathenau angezeigt erscheinen, diesen Bau von Zentralen aufgrund 30jährigen Konzessionen einem besonderen Unternehmen anzuvertrauen, welches unter der Firma Berliner Elektricitäts-Werke am 1. August 1885 mit 3000 angeschlossenen Glühlampen die erste Kraftstation in der Markgrafenstraße eröffnete. Die Gasanstalten traten dem Wettbewerb der Glühlampe energisch entgegen. Auch kam es zu Patentstreitigkeiten infolge abweichender Auffassung, besonders als die Einführung der mit Glühbirnen im selben Stromkreis einschaltbarer Bogenlampen begann. Aber der Abnehmerkreis wuchs und die in der Schlegelstraße befindliche Fabrik konnte, trotz der späteren Verständigung mit Siemens & Halske dem Bedarf nicht genügen. Über weitere Fabrikationsgebiete, Bau von Zentralstationen und Glühlampenerzeugung, kamen zwischen der Edison-Gesellschaft und Siemens & Halske Konventionen zustande und als dann Emil Rathenau die Edison-Patente völlig erwarb, bewilligte die Generalversammlung am 23. Mai 1887 durch Kapitalerhöhung auf 12 Mio. Mark die Mittel, um den Bau weiterer Zentralen sowie für die Ausdehnung der Fabrikation neue Pläne zu ermöglichen. Von diesem Tage an firmierte die Edison-Gesellschaft offiziell als neue Firma unter dem Namen: Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft Berlin. Was lag dem kühnen Denken Rathenaus näher, als das völlige Neuland der Pferdebahnen mit zielbewußter Energie zu betreten. Die A.E.G. erwarb die bewährten Konstruktionsmethoden des Amerikaners F.I.Spargues. Die ersten Versuche glückten, im Sommer 1890 hatte sich die Leitung der A.E.G. maßgebenden Einfluß auf die Deutsche Lokal- und Straßenbahn-Gesellschaft gesichert und damit ein unermeßliches Feld lohnender Tätigkeit gewonnen. Während sich der Kreis A.E.G. immer weiter ausdehnte, hatte die Wissenschaft weitere Umwälzungen vorbereitet. In Neuhausen hatte die Aluminium-Industrie AG das im Labor erprobte Verfahren zur Gewinnung von Reinaluminium fabrikationsmäßig übernommen. Die A.E.G. sicherte sich die Beteiligung an diesem und einem gleichen Unternehmen in Österreich. Hand in Hand ging damit die weitere Ausdehnung der Fabrikation in Berlin. In einer eiligst erworbenen Fabrik begann der Bau von Dynamos und Elektromotoren in der Ackerstraße. Damit nicht genug wurde auch die Herstellung von Leitungsmaterial, von Gummi und anderen Isolationsartikeln als Massenfabrikation ausgebaut. Daneben lief die starke Ausdehnung des schon umfangreicher werdenden Auslandsgeschäftes, besonders in den immer weiter verbesserten Glühlampen. Ende des 19. Jahrhundert kam der Wendepunkt in der Elektrotechnik – der Drehstrom wurde ein sehr beachtenswerter Konkurrent. Unter der geistvollen Leitung des Chef-Ing. Dalivo-Dobromolsky wurde bei der A.E.G. das System in der Phase verschobener Wechselströme eingeführt. Die nach Dobromolskys Konstruktionen gebauten Elektromotoren und Transformatoren gestatteten nunmehr beliebige Energiemengen unter Anwendung hoher Spannungen auf weiteste Entfernungen zu leiten. Auf diesem Prinzip basierend wurde 1891 die berühmte Anlage Lauffen am Neckar gebaut, welche zeigte, dass man unter Ausnutzung von Wasserkräften elektrische Energie viele Kilometer weit leiten konnte. Wieder war ein neues Arbeitsfeld von unabsehbarer Tragweite erschlossen. 1894 wurden die Kraft- und Übertragungswerke bei Rheinfelden gebaut, die mit 15000 PS. auf ca. 50 Kilometer Entfernung im Umkreise Kraft an große und kleine Abnehmer abgeben. Ein mit 50000 PS. noch größeres derartiges Dehstromwerk wurde an der Oberspree errichtet. Ähnliche Anlagen im oberschlesischen Kohlengebiet und am Kaspischen Meer schlossen sich an. Bis 1900 waren 94 Zentralen im außerdeutschen Europa geschaffen, neben vielen in Japan, auf den Philippinen, in Südafrika, Argentinien, Brasilien, Chile, Peru, Uruguay, Venezuela, Mexiko, etc. Neben diesen enormen Leistungen her ging die Elektrisierung der Straßenbahnen in immer mehr vergrößertem Umfange. Trotz aller Arbeitsbelastung verlor Emil Rathenau die weitere Expansion in der Verwertung elektrischer Kraft niemals aus dem Auge. Die Elektrotechnischen Werke Bitterfeld wurden 1894 als GmbH eröffnet, um Kalzium-Karbid zu erzeugen, während sich die gleichartigen Werke Rheinfelden der Scheidung von Kali- und Natronsalzen auf elektrolytischem Wege zuwandten. Nach dem Beispiel der gut funktionierenden Allgemeinen Lokal- und Straßenbahn-Gesellschaft wurde für den Erwerb und Betrieb von Elektrizitätswerken für Licht- und Kraftanlagen die Elektrizitäts-Lieferungsgesellschaft gegründet, während für die Auslandsunternehmungen dieser Art die Deutsche Bank und die Schweizerische Kreditanstalt sowie die Bank für elektrische Unternehmungen als Zentralstellen eingerichtet wurden. Auf der Blüte bis Ende des 19. Jahrhunderts folgte der längst erwartete Rückschlag. Schwache Unternehmen wollten an der Elektrotechnik durch Preistreibereien nach unten verdienen. Die A.E.G. war jedoch nicht nur finanziell gewappnet, sondern auch noch imstande, sich weiter auszudehnen indem sie den Bau von Dampfturbinen aufnahm. Die Patente von Riedler und Stumpf wurden erworben – der Bau von Turbodynamos kam dazu und damit eine allmähliche Umwälzung in der Erzeugung elektrischer Kraft. Bereits 1902 waren die wissenschaftlichen Arbeiten von Slaby und Graf Arco so weit gediehen, dass ein System der drahtlosen Telegraphie ausgestaltet werden konnte, dessen Apparatebau die A.E.G. übernahm und alle Stationen der deutschen Küste damit ausstatten durfte. Im Sommer 1903 ging die Union-Elektricitäts-Gesellschaft, welche die amerikanischen Patente der Thomson Houston & Cie. in Europa verwertete, in der A.E.G. auf. Auch die Umwandlung der Gebr. Körting, Hannover, die in erster Linie Gasgroßmaschinen baute, in eine AG förderte diese Konzentration, zu dem noch die Vereinigung der eigenen funktelegraphischen Abteilung mit dem System Braun in Form der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie hinzukam. Ähnliches vollzog sich im Ausland. Hatte die Aufnahme der Union im deutschen Geschäft viel verbessert, so mußte für das Auslandsgeschäft mit der General-Electric Compagnie, diesem Konzern der amerikanischen Elektrizitätsgesellschaften, ein Abkommen zur gegenseiteigen Wahrung der Rechte getroffen werden. Auch mit der Thomson Houston & Cie. kamen Abmachungen zur Verständigung zustande. Den Beschluß dieser internationalen Verständigung bildete dann die Beteiligung der A.E.G. an der Brown Boveri & Cie. AG in Zürich. So war Klarheit in die einzelnen Absatzgebiete gebracht, eine Riesenarbeit vollendet und seitdem hat die Enttwicklung der A.E.G. jenen ruhigen Fortschritt übernommen, der die Dividenden von 4% in steter Entwicklung auf 14% im Jahre 1912/13 steigen ließ, der es ermöglichte,
Besonder-heiten:Mit Unterschrift R. Sulzbach (geb. 9.4.1827 in Frankfurt, gest. 23.1.1904 ebenda) für den Aufsichtsrath und E. Rathenau für den Vorstand. Rudolf Sulzbach war ein deutscher Bankier und Mäzen. Er war u.a. Mitbegründer zahlreicher Banken (z.B. der Mitteldeutschen Creditbank, der Deutschen Hypothekenbank Meiningen und des Privatbankhauses S. Sulzbach) sowie Mitinitiator der Begründung der Deutschen Bank. 1882 stellte Rudolf Sulzbach zusammen mit Jacob Landau das erforderliche Kapital für Emil Rathenau und dessen DEG zur Verfügung, damit diese die notwendigen Lizenzrechte von Thomas Alva Edison erwerben konnte. 1883 wurde er daraufhin Aufsichtsratsvoritzender, dem Aufsichtsrat der A.E.G gehörte er seit deren Gründung bis 1904 an. Dr. phil. h.c., Dr. techn. h.c., Dr.-Ing. E.h. Emil Rathenau, Königlich Preußischer Geheimer Baurat, geb. 11.12.1838 in Berlin, gest. 20.6.1915 ebenda war von 1883 ab erster Director der Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität (DEG), von 1887 bis zu seinem Tode Generaldirector der A.E.G.
Verfügbar:Bislang galt die 1890er Aktie der Allgemeinen Elektricitätsgesellschaft als die älteste Aktie der A.E.G. Jetzt haben wir hier die Gründeraktie! Eine Sensation! Das Stück ist ein Unikat! Gebrochene Mittelknickfalte mit runden Papierkleber hinterklebt, fleckig. (R 12)
Erhaltung:VF.
Zuschlag:32.000,00 EUR
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