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Losnr.:578 (Banken)
Titel:Frankfurter Bank
Auflistung:Aktie 100 RM Okt. 1926 (Auflage 8000, R 10).
Ausruf:100,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.10.1926
Ausgabe-
ort:
Frankfurt a.M.
Abbildung:Frankfurter Bank
Stücknr.:64309
Info:Die Gründung der Frankfurter Bank (als Notenbank der Freien Reichsstadt Frankfurt mit Privilegium, Privatbanknoten auszugeben) erfolgte 1854. Zu den Gründern zählten die Bankhäuser Gebrüder Bethmann, Grunelius & Co., Rothschild & Söhne sowie die Frankfurter Vereinskasse. Die Konzession wurde vom Rat der Stadt Frankfurt auf Antrag der oben erwähnten Gründer erteilt. Das "Provisorische Bank-Comite", das allen Frankfurter Bürgern die Möglichkeit zur Beteiligung geben wollte, wurde vom Erfolg des Zeichnungsaufrufes im Jahr 1854 völlig überrascht: Der Andrang war so groß, daß die Münzgasse am Sitz der Bank vom Militär gesperrt werden mußte. Zeichnungswillige aus Sachsenhausen brachten das für die 5%ige Kaution erforderliche Silbergeld gleich auf Schubkarren über den Main. Zum Schluß war bei 9.531 Anmeldungen das ohnehin sehr hohe Gründungskapital (10 Millionen Gulden) noch um das 16fache überzeichnet (Zu dieser Zeit hatte Frankfurt gerade 80.000 Einwohner!). Im Aufsichtsrat waren im Laufe der Jahre mit von Grunelius, von Metzler, Hauck, von Bethmann, Oppenheimer u.a. alle großen Namen der Frankfurter Finanzwelt vertreten. Die Frankfurter Bank als Privatnotenbank belebte nicht nur den Notenumlauf vor allem im süddeutschen Raum, sie übernahm auch für die nahezu 100 Privatbanken der Stadt eine Art Zentralbankfunktion. 1871 war sie bereits die drittgrößte deutsche Bank. Durch die Gründung der durch das Bankgesetz vom 14.3.1875 geschaffenen Deutschen Reichsbank wurde die ursprüngliche Funktion als private Notenbank ab diesem Zeitpunkt erheblich eingeschränkt. Es durften nur noch 100 Mark-Banknoten ausgegeben werden. Weitere Einschränkungen der Notenemission durch die Reichsbank veranlaßten die Frankfurter Bank, im Jahr 1901 ihr Notenprivileg aufzugeben. Die seit 1876 umlaufenden Frankfurter Banknoten wurden zum 31.12.1901 eingezogen. Statt dessen wurde der Frankfurter Bank vom preußischen Staat aber das Privileg der Mündelsicherheit verliehen, welches bis zum Ende des 2. Weltkrieges die Basis ihrer Geschäftstätigkeit bildete. Somit wurde aus der Notenbank eine Vermögensverwaltungsbank mit Depot- und Effektengeschäften. Ab 1925 war die Frankfurter Bank am Platz Frankfurt als Vertreterin der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) tätig, die sich bei der Gelegenheit auch kapitalmäßig mit 10 % beteiligte und damit größter Aktionär war. Auch im Tages- und Termingeldhandel zwischen den Kreditinstituten war die Frankfurter Bank tätig, nicht jedoch im Kreditgeschäft mit der Industrie. Das kam ihr in der Weltwirtschaftskrise zugute, da sie von den Problemen in Zahlungsnot geratener Betriebe nicht betroffen war. Nach der Währungsreform 1948 unter der Leitung von Hermann Jannsen richtete sich die Bank neu aus und wandelte sich zur überregionalen Kreditbank. Nun wurden, im Gegensatz zu früher, auch Geschäftsverbindungen mit in- und ausländischen Großunternehmen aufgenommen. 1962 eröffnete die Bank erstmalig in ihrer Geschichte auch Zweigniederlassungen. 1970 erfolgte die Fusion mit der "Berliner Handelsgesellschaft" zur BHF-Bank, das war bis dahin der größte Bankenzusammenschluß der deutschen Nachkriegsgeschichte. 1998/99 Übernahme durch die niederländische ING-Gruppe. 2005 Übernahme durch Sal. Oppenheim und Weiterführung als "BHF-Bank - Privat seit 1854". Seit Sal. Oppenheim 2010 von der Deutschen Bank aufgefangen wurde sucht der neue Eigentümer für die BHF-Bank schon wieder einen Käufer.
Besonder-heiten:Mit Faksimile-Unterschrift des Bankiers Otto Hauck als AR-Vorsitzender.
Verfügbar:Extrem selten, da schon 1932 nach Kapitalherabsetzung komplett durch Neudrucke ersetzt. (R 10)
Erhaltung:EF.
Zuschlag:100,00 EUR
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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