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Losnr.:621 (Berlin-Sammlung Manuela Benecke)
Titel:Johann Hoff Comm.-Ges. a.A.
Auflistung:Interimschein zur Actie 50 x 200 Thaler 1.10.1873 (R 12), ausgestellt auf die Deutsche Bank Berlin.
Ausruf:3.000,00 EUR
Ausgabe-
datum:
01.10.1873
Ausgabe-
ort:
Berlin
Abbildung:Johann Hoff Comm.-Ges. a.A.
Stücknr.:3624-73
Info:Den jüdischen Malzfabrikanten Johann Hoff, auch „Berliner Krösus“ genannt, kennt heute niemand mehr. In den 1860er/70er Jahren dagegen war er der damals wohl bekannteste deutsche Unternehmer überhaupt, der - seiner Zeit weit voraus - wie kein anderer die Macht der Reklame nutzte, um einfache Produkte mit einem verkaufsfördernden Glorienschein zu umgeben. Johann Bernhard Hoff wurde 1826 in Pleschen bei Posen als Sohn des Handelsmannes Leob Hoff geboren. Mit 16 Jahren erlernte er das Brauerhandwerk und ließ sich um 1855 in Breslau nieder, wo er neben dem Rathaus eine Gaststätte mit eigener Brauerei eröffnete. Daneben propagierte er mit allen damaligen Werbemitteln seine angeblich heilkräftigen Malzpräparate, ein Brustmalz und ein „Gesundheitsbier“. Begnadeter Selbstdarsteller und Blender wie er war schreckte er auch nicht vor der Behauptung zurück, selbst in Berlin, Magdeburg, Hamburg und London Niederlassungen zu besitzen. Auch Empfehlungsschreiben preußischer Prinzen zitierte er, obwohl von denen einer längst gestorben war. „Eine unvorsichtige Speculation“ ließ lt. Zeitschrift „Der Israelit“ Hoff‘s Geschäft in Breslau 1859 bankrott gehen. Er zog dann samt Familie nach Berlin und machte in der unmittelbar an der Spree gelegenen Neuen Wilhelmstr. 1 (heute Sitz des ARD-Hauptstadtstudios) unverdrossen weiter und empfahl dem Publikum sein Malzextrakt-Gesundheitsbier und seinen Brustmalz. In Berlin wurde Johann Hoff zum Exponenten moderner Geheimmittelproduzenten, die überteuerte Produkte einem zahlungskräftigen Publikum mit allen möglichen Gesundheitsversprechen andrehten. In den 1860er Jahren soll er bei 250.000 Th. Jahresumsatz etwa 100.000 Th. für Werbung ausgegeben haben, abzgl. 50.000 Th. Produktionskosten blieb trotzdem ein für damalige Verhältnisse exorbitanter Gewinn. Hoff wäre nicht Hoff gewesen, hätte nicht auch er den Börsenboom der Gründerzeit genutzt, wobei er (ausweislich des einzigen bekannten Interimscheins der Gründeraktie) sogar die gerade selbst erst gegründete Deutsche Bank als Investor gewann, die in das Hoff‘sche Unternehmen 10.000 Th. steckte, nach heutiger Kaufkraft ein Millionen-Investment. Schon damals störte sich die Bank bei der Aussicht auf Profit nicht an zeitgenössischen Kritikern, die aus wissenschaftlichen Untersuchungen zitierten und schmähten „Es geht daraus hervor, daß der vielgepriesene Hoff‘sche Malzextract weiter keinen Vorzug hat, als daß er völlig unschädlich ist, sonst aber mit den übrigen Wundermitteln auf gleicher Stufe steht, die keinen anderen Nutzen stiften als den, ihren Erfinder reich zu machen.“ Als er mit seinen Aktien kein Extra-Geld mehr verdienen konnte, schickte Hoff die Firma konsequenter Weise in die Liquidation - immerhin sahen die Aktionäre in den 1880er Jahren noch vier Liquidationsraten. Der Unternehmer Hoff, das Stehaufmännchen, inserierte dann noch jahrelang unverdrossen weiter für sein Wundermittel („wirksames Medikament bei Lungenleiden, Schwindsucht, Asthma, Katarrh und Husten“), machte sich mit großzügigen Spenden sowohl in der jüdischen Gemeinde wie auch im Staatswesen viele Freunde und bekam Orden und Auszeichnungen. Die Produktion seines Malzextrakts, seit den 1860er Jahren einer der bekanntesten Markenartikel überhaupt, wurde erst kurz vor dem 1. Weltkrieg eingestellt.
Besonder-heiten:Hübsche Girlanden-Umrahmung. Drei Originalunterschriften, u.a. als pHG Johann Hoff. Die größte Besonderheit aber ist: Als das Papier 1875 von der Deutschen Bank verkauft wurde, kam mit der rückseitigen Zession eine ORIGINALUNTERSCHRIFT des damaligen Deutsche-Bank-Vorstands GEORG SIEMENS (1839-1901, Neffe von Werner von Siemens. Sein Vater, der Justizrat Johann Georg Siemens, hatte 1847 einen erheblichen Teil des Gründungskapitals von Siemens & Halske übernommen. Georg Siemens studierte Jura, übernahm ab 1866 diverse Auslandseinsätze für Siemens & Halske, wurde 1870 auf Initiative von Adelbert Delbrück Gründungsvorstand der Deutschen Bank, als deren Vorstandssprecher er bis 1900 fungierte. Zu seinen bedeutendsten Auslandsengagements zählten die Bgdadbahn und die Northern Pacific Railway.)
Verfügbar:Wirtschaftsgeschichtlich unwahrscheinlich interessant, wie auch das folgende Los ein UNIKAT aus einer uralten Sammlung. (R 12)
Erhaltung:VF.
Zuschlag:offen
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