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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 547 (Deutschland TOP 20) | | Titel: | Internationale Presscigarren Gesellschaft | | Auflistung: | Anteil Schein 1/6000 15.6.1904 (R 10). | | Ausruf: | 1.500,00 EUR | Ausgabe- datum: | 15.06.1904 | Ausgabe- ort: | Berlin | | Abbildung: |  | | Stücknr.: | 3816 | | Info: | Zigarren entsprechen, neben Schnupfen und Kauen, der ältesten Form, in der der Tabak zunächst in Mittelamerika genossen wurde. Der Hauptbestandteil, nämlich der Tabak, war in der alten Welt unbekannt. Erst im 16. Jh. kamen die ersten Tabaksamen mit einer Reihe anderer Naturschätze nach Spanien und wurden hier, wohl der schönen roten Blüten wegen, in Gärten angepflanzt. Die Tabakpflanze breitete sich als Zierpflanze, aber auch als Mode-Allheilmittel (bes. als Desinfiziens vor Pest, gegen Zahnschmerzen, Gicht, Kolik und Tetanus) weiter aus. Das Tabak-Rauchen war ab 1570 in den Niederlanden bei Seefahrern gebräuchlich, die aus kegelförmigen, von Palmenblättern zusammengehaltenen Röhren, rauchten. In England führte W. Raleigh 1586 das Tabak-Rauchen ein. In Virginia pflanzte John Rolf 1612 zuerst Tabak an. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Rauchen durch schwedische Truppen weiter verbreitet. Der Einführung und dem Genuss des Tabaks erwuchsen gleichzeitig aber auch scharfe Gegner: O. Cromwell verbot 1652 den Tabakanbau in England (das Gesetz galt bis 1910); Zar Michael Feodorowitsch verbot das Rauchen bei Verlust der Nase; in der Türkei, wo in Konstantinopel um 1610 allgemein geraucht wurde, ahndete der Sultan Amurat IV. jede Übertretung des Rauchverbots mit der Todesstrafe. In Deutschland gab es 1651 ein Anbauverbot in Württemberg, 1654 ein allgemeines Tabakverbot in Franken und Hessen. Wegen Feuergefahr untersagte Friedrich der Große 1764 das Rauchen auf offener Straße, in ländlichen Gegenden bestanden ähnliche Verbote bis Mitte des 19. Jh. Gleichzeitig ließen sich aber auch Anfang des 17. Jh. niederländische Tabakhändler am Niederrhein nieder, 1681 bauten emigrierte Pfälzer und Hugenotten in der Uckermark und bei Magdeburg Tabak an, 1720 erhielten die Gebr. Gomperts in Preußen die Konzession zur Einrichtung einer Tabakfabrik. 1766-87 und seit 1797 bestand eine General-Tabak-Administration des preußischen Staates. Nach Wegfall der Einschränkungen des Tabakgenusses fand die Zigarre, zusammen mit der Tabakpfeife, Ende des 18. Jh. wieder stärkeren Zuspruch in der Gesellschaft. In Deutschland wurde die Herstellung von Zigarren zuerst 1788 von H. Schlottmann in Hamburg aufgenommen. Der Zigarrengenuss ging erst mit der Wende vom 19. zum 20. Jh. zurück, nachdem eine neue "Rauchform", die Zigarette, gerollt wurde. In den letzten Jahren erlebte die Zigarre ein "revival", nachdem zahlreiche Hollywood-Größen es als "très chic" empfanden, sich öffentlich diesem Genuss hinzugeben. | | Besonder-heiten: | Hochdekorativer, farbenfroher Druck mit blühenden Tabakpflanzen und Jugendstil-Elementen in der Umrandung sowie im Unterdruck, rotes Prägesiegel, Weltkugel mit Firmenlogo. Das haben wir noch nie bei einem Wertpapier gesehen: Die Umrahmung einschließlich der Tabakpflanzen und ihrer Blüten ist erhaben geprägt, eine tolle und ganz einmalige Gestaltung! | | Verfügbar: | R 10 | | Erhaltung: | EF-VF | | Zuschlag: | offen |
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