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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 68 (k.u.k Monarchie / Nachfolgestaaten) | | Titel: | Kaiserin Maria Theresia von Gottes Gnaden Römische Kayserin | | Auflistung: | 4 % Schuldv. 1.000 brabantische Gulden 2.6.1760 (R 12). | | Ausruf: | 2.000,00 EUR | Ausgabe- datum: | 02.06.1760 | Ausgabe- ort: | Antwerpen | | Abbildung: |  | | Stücknr.: | 26 | | Info: | Maria Theresia war Königin von Ungarn und Böhmen, Erzherzogin von Österreich (1740-80), Erbtochter Kaiser Karls VI., geboren 1717 in Wien verstorben 1780 ebendort, heiratete 1736 den Herzog Franz Stephan von Lothringen (Franz I.). Nach dem Tod ihres Vaters übernahm sie 1740 auf Grund der Pragmatischen Sanktion die Regierung der habsburgischen Erblande, ihren Gemahl nahm sie als Mitregenten an. Sie mußte die beiden ersten Schlesischen Kriege (1740-42 und 1744-45) und den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-48) führen, doch im Bund mit England behauptete sie ihre Länder, ausgenommen Schlesien (Friedrich der Große hielt es besetzt) sowie Parma und Piacenza. Die Außenpolitik, die seit 1753 Kaunitz leitete, richtete sich auf die Wiedergewinnung Schlesiens, aber der Siebenjährige Krieg endete mit dem endgültigen Verzicht Maria Theresias auf Schlesien. Von großer Bedeutung war ihre Reform der inneren Verwaltung, auf sie gehen die Anfänge des Generalstabs zurück. Auch Industrie und Handel förderte sie, veranlaßte 1768 die Schaffung eines neuen Strafgesetzbuches, beseitigte 1776 die Folter, milderte die bäuerliche Leibeigenschaft und die Frondienste, hob die Steuerfreiheit von Adel und Klerus auf und wurde die eigentliche Gründerin des Volksschulunterrichts in Österreich. Sie war eine echte Landesmutter, voll warmer Liebe zum Volk, daher auch außerordentlich beliebt. Ihrer Ehe mit Franz I. entsprossen 16 Kinder. | | Besonder-heiten: | Diese Anleihe im Gesamtbetrag von 4 Millionen Gulden (nach heutiger Kaufkraft ca. 800 Mio. Euro) wurde während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) aufgenommen. Für die damaligen österreichischen Niederlande war das eine der größten Finanzoperationen des Jahrhunderts, abgewickelt von der Witwe Nettine, einer der mächtigsten Finanzfrauen Europas im 18. Jahrhundert. Gedruckt auf Büttenpapier, Doppelblatt, auf Französisch verfasst. Auf den ersten vier Seiten Abdruck der kaiserlichen Genehmigung (Octroi) der Anleihe durch Maria Theresia. "…Da Uns der Stand der Ausgaben für den nächsten Feldzug dargelegt wurde, haben Wir festgestellt, dass die ordentlichen Subventionen, die Wir dem Eifer und der Anhänglichkeit Unserer treuen Untertanen verdanken, nicht ausreichen können, um die außerordentlichen Kosten zu decken, die dieser Feldzug erfordert; Wir haben Uns daher entschlossen, Unseren sehr lieben und vielgeliebten Schwager und Vetter, den Durchlauchtigsten Prinzen KARL ALEXANDER von Lothringen und Bar, Unseren Generalleutnant, Gouverneur und Generalkapitän der Niederlande, zu beauftragen, in Unseren belgischen Provinzen nach neuen Ressourcen zu suchen, und dieser Durchlauchtigste Prinz schlägt Uns vor, in Ausführung Unserer Befehle und um Unsere gerechten Absichten und Pläne zu unterstützen, eine neue Erhebung von vier Millionen Gulden Wechselgeld nach dem folgenden Plan vorzunehmen… Da die Erhaltung des Staates für den nächsten Feldzug die entschlossensten Anstrengungen erfordert, ist es absolut unumgänglich, prompte und ausreichende finanzielle Mittel zu suchen, um die immensen und dringenden Kosten dieses Feldzugs zu decken; und da Uns der Weg einer Anleihe als der wirksamste erschienen ist, um Uns sogleich die Mittel zu verschaffen, die Unser Königlicher Dienst notwendigerweise benötigt…" Die Anleihe über 1.000 Gulden wurde auf Seite 4 von Jan Baptist Cogels (1729-1799) mit seiner eigenhändigen Unterschrift bestätigt. Cogels, ein Antwerpener Bankier, war an der Finanzierung der habsburgischen Staatsanleihen maßgeblich beteiligt. Mit papiergedecktem Lacksiegel. | | Verfügbar: | Rarität aus Sammlung Werner Deichmann. (R 12) | | Erhaltung: | EF-VF. | | Zuschlag: | offen |
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