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| Vorheriges Los | Zurück | Nächstes Los | | Losnr.: | 881 (Muster-Anleihen) | | Titel: | Nereus Verwaltungsgesellschaft für Schiffbeteiligungen mbH | | Auflistung: | Anteilsbrief am Fährschiff "Prinz Malcolm" 50.000 DM Jan. 1973 (Muster, R 10). | | Ausruf: | 50,00 EUR | Ausgabe- datum: | 01.01.1973 | Ausgabe- ort: | Hamburg | | Abbildung: |  | | Info: | Die im Jan. 1973 gegründete Ges. erlangte im Zuge des sogenannten "Jacobsen-Modells" im Umfeld der Hamburger Staatsreederei HADAG Seetouristik und Fährdienst große Bekanntheit, unter anderem durch den Fonds für die Elbfähre "Alte Liebe" und das Fährschiff "Prinz Malcolm". Ihre Gründung stand in direktem Zusammenhang mit einer der damals spektakulärsten und umstrittensten Finanzierungskonstruktionen der Hamburger Schifffahrt: Die HADAG (deren Hauptaktionär die Freie und Hansestadt Hamburg war) unter ihrem Chef Max Jacobsen wollte investieren, ohne neue öffentliche Kredite oder Landeszuschüsse beanspruchen zu müssen. Gemeinsam mit der Hamburgischen Landesbank wurde der sogenannte "Nereus-Fonds" ins Leben gerufen. Das Modell geriet Mitte der 1970er Jahre in den Fokus der Betriebsprüfung und der Staatsanwaltschaft, als das Finanzamt rückwirkend Sonderabschreibungen strich. Dies zwang die Gesellschaft zu aufsehenerregenden Umschuldungen und Laufzeitverlängerungen der Fonds in enger Abstimmung mit dem Hamburger Senat. Am 24.11.2007 wurde die Ges. auf die HSH N Auffang- und Holdinggesellschaft mbH & Co. KG (die spätere HCOB Auffang- und Holdingges.) verschmolzen. | | Besonder-heiten: | Anfang der 1970er Jahre lief der Fährverkehr der Prinzenlinie (einer Tochter der HADAG und schwedischen Partnern) auf der Route Hamburg-Harwich (England) so erfolgreich, dass ein modernerer Neubau benötigt wurde. Am 10.5.1972 erteilte die Reederei der Werft Nobiskrug in Rendsburg den Bauauftrag für eine neue Passagier- und Autofähre. Die Baukosten beliefen sich auf fast 40 Mio. DM - für damalige Verhältnisse eine enorme Summe. Als das Schiff im Nov. 1973 in Dienst gestellt wurde, taufte man es für den Linienbetrieb jedoch auf den Namen "Prinz Hamlet". Das Schiff war der Stolz des Hamburger Hafens. Am 12. November 1973 nahm es den Dienst zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und Harwich auf. In den darauffolgenden Jahren wurde sie auch mehrfach für militärische NATO-Transporte gechartert. 1989 erwarb die polnische Reederei Polferries) das Schiff. Unter dem neuen Namen "Nieborów" bediente sie viele Jahre lang erfolgreich die Ostseerouten zwischen Schweden und Polen. Ab 2002 wechselte das Schiff mehrfach den Besitzer, bis es 2011 im indischen Alang verschrottet wurde. Doppelblatt, inwendig Gesellschaftsvertrag, rückseitig Bedingungen. Feine Lochentwertung. | | Verfügbar: | R 10 | | Erhaltung: | UNC-EF. | | Zuschlag: | offen |
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