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Losnr.:1633 (Deutschland 1924-1945 (III. Reich))
Titel:Vrije Stad Danzig (Free City of Danzig Tobacco Monopoly)
Auflistung:6,5 % Bond 50 £ 12.7.1927 (Recepis, specimen Archiv de Bussy).
Ausruf:130,00 EUR
Ausgabe-
datum:
12.07.1927
Abbildung:Vrije Stad Danzig (Free City of Danzig Tobacco Monopoly)
Info:Danzig wurde erstmals 997 als Gyddanzc und urkundlich 1148 als Kdanzc erwähnt. Durch seine Lage als Flussmündungshafen an Mottlau und Weichsel wurde Danzig ein wichtiger Handelsort und ein Hauptort Pommerellens. Zu den slawischen Einwohnern (Pomeranen) kamen seit Ende des 12. Jh. deutsche Zuwanderer. Auf dem Boden der späteren Rechtstadt entstand eine deutsche Stadt. Der Zeitpunkt ihrer Gründung ist unsicher, jedoch erhielt die Siedlung 1263 Lübisches Recht. Nach dem Aussterben des pommerellischen Herzoghauses 1294 und der Eroberung durch den Deutschen Orden (1308) erhielt Danzig 1342/43 Culmisches Recht. Der Orden baute an der Stelle der seit 1148 bestehenden, ehemals slawischen Burg eine neue, die 1454 zerstört wurde. Danzig entwickelte sich rasch zur größten Stadt des Ordenslandes Preußen. Nachdem sie 1361 Mitglied der Hanse wurde, spielte Danzig bereits 1370 eine bedeutende Rolle und überflügelte Elbing als See- und Handelsstadt. 1454 wandte sich Danzig vom Orden ab und schloss sich, mit der Sonderstellung einer Freien Stadt, Polen an. Der polnische König besaß nur geringfügige Hoheitsrechte. Im Bund mit der Hanse führte Danzig eigene Kriege. Amts-, Umgangs- und Literatursprache blieb bis 1945 deutsch. Auch die Reformation konnte sich trotz des polnischen Einflusses (1526) durchsetzen. 1557 gingen die Kirchen in das Luthertum über, das bis 1945 vorherrschte. Die Kriege Polens gegen Schweden im 17. Jh. ließen indes Danzig nicht unberührt. Im Polnischen Erbfolgekrieg wurde es 1734 von den Russen erobert. Die erste Teilung Polens 1772 ließ Danzig bei Polen, engte die Stadt jedoch ein. Die Vereinigung mit Preußen 1793 nahm ihr die Selbstverwaltung. Der Friede von Tilsit 1807 machte Danzig zu einer Freien Stadt mit französischer Besatzung, die 1814 erst nach langer Belagerung kapitulierte. Nun kam Danzig wieder an Preußen und nahm als Hauptstadt der Provinz Westpreußen einen neuen Aufschwung. 1920 wurde Danzig mit Umgebung aus dem Deutschen Reich herausgelöst und wieder zur Freien Stadt erklärt. Mit der Wiedereingliederung ins Deutsche Reich am 1.9.1939 fand der Status der Freien Stadt sein Ende. Danzig wurde zur Hauptstadt des Reichsgaues Danzig-Westpreußen erklärt. 1945 wurde die Stadt durch Bombenangriffe stark zerstört und noch vor Kriegsende wieder in den polnischen Staat eingegliedert.
Besonder-heiten:Teil einer Anleihe von 1,9 Mio. £, die die Freistadt Danzig mit Zustimmung des Völkerbundes aufgenommen hatte. Als Sicherheit für Kapital und Zinsen dienten auf der Grundlage eines Vertrages zwischen der Freistadt und der "Danziger Tabakmonopol AG" die Einnahmen aus dem Tabakmonopol. Zwischenschein-Muster aus der holländischen Tranche der Anleihe.
Verfügbar:Nur zwei Stücke wurden gefunden.
Erhaltung:Perforiert. EF.
Zuschlag:offen
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