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Losnr.:365 (Großbritannien)
Titel:Overend, Gurney and Company, Ltd.
Auflistung:Share 50 £ 15.11.1865.
Ausruf:60,00 EUR
Ausgabe-
datum:
15.11.1865
Ausgabe-
ort:
London
Abbildung:Overend, Gurney and Company, Ltd.
Stücknr.:16658
Info:Die bedeutende Bank hatte sich bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Namen als Diskont- und Wechselbank gemacht und dominierte nach 1850 den englischen Markt für Wechsel. Zeitweise waren 8 bis 10 Millionen Wechsel gleichzeitig in der Hand der Bank. Am 12.7.1865 wurde die Bank in eine Aktiengesellschaft eingebracht. Bei der Börseneinführung 1865 fanden die Aktien reißenden Absatz bei den Anlegern. Die große Anzahl an umlaufenden Wechseln, eine schlechte Bonitätsüberprüfung und die zunehmend labile Wirtschaftslage brachten das bekannte Bankhaus in eine kritische Lage. Eine genaue Überprüfung jedes Wechsels war bei Overend durch die große Menge praktisch unmöglich. Zudem belasteten mehrere Fehlspekulationen des Managements in den Jahren 1860-66 die Bilanz. Besonders hervorzuheben ist hier der Betrug des Bankgesellschafters D. W. Chapman. Dieser galt in jenen Jahren in der Londoner Gesellschaft durch seine verschwenderische Feste und Empfänge am Prince’s Gate beim Hyde Park als Berühmtheit. Zusammen mit seinem Berater Edward Watkins Edwards, einem ehemaligen Buchhalter, hatte Chapman ein kurioses System geschaffen, das letztendlich den Ruin des Hauses Overend Gurney & Co bedeutete. Edwards empfahl alle möglichen Geschäfte zur Aufnahme in das gewinnbringende Diskontgeschäft der Bank. Chapman beeinflusste anschließend die Mitgesellschafter durch seine Stimme, so dass diverse spekulative Geschäfte mit Getreide, Baumwolle, Eisenproduktion, Eisenbahnen, Schiffbau sowie Schifffahrt von der Bank finanziert wurden. Schon 1860 klaffte durch diese Vorgehensweise eine große Lücke von 500.000 Pfund zwischen den Einnahmen aus dem Diskontgeschäft (200.000 Pfund) und den Ausgaben (700.000 Pfund). Doch die Boomphase Anfang der Sechziger Jahre hielt das System Chapmans vorerst am Leben. Ab Mitte des Jahres 1865 nahm zudem die Unsicherheit an den Märkten aufgrund der immer stärker werdenden Kriegsgefahr in Europa wieder zu. Der Bankrott der Eisenbahngesellschaft Watson, Overend & Co. im Januar 1866 war der Auslöser der Katastrophe, die nun ihren Lauf nahm: Obwohl das Unternehmen nichts mit dem Finanzinstitut Overend, Gurney & Co zu tun hatte, sorgte doch die dadurch verursachte negative Stimmung in der britischen Wirtschaft für einen massiven Rückzug der Anleger von der Börse. Dies hatte verheerende Auswirkungen auf Overend. Die Anzahl der hochriskanten oder gar faulen Wechsel stieg rapide, so dass der Schuldenberg des Unternehmens weiter anwuchs. Am 10. Mai 1866 bracht das Finanzinstitut schließlich unter einer Last von 5 Millionen Pfund Sterling zusammen und stellte alle Zahlungen ein. Einen Tag später reagierte die Bank of England mit einer Anhebung des Diskontsatzes auf 10 Prozent. Gleichzeitig hob das britische Parlament wie schon 1857 die Peelschen Bankakte auf. Doch es half alles nichts. Die neuen Ticker trugen die Nachricht vom Overend-Bankrott schnell zu den bereits hypernervösen Investoren an alle wichtigen Börsenplätze Europas. Die Kurse in London brachen als Reaktion der Overend-Pleite innerhalb weniger Minuten ein und stürzten die britische Wirtschaft in eine schwere Krise. Später bekam der 11. Mai 1866 die Bezeichnung "Schwarzer Freitag". Zeitgenossen sprachen von der "schlimmsten Panik seit 1825" mit Auswirkung nicht nur für Großbritannien. Auch Deutschland, Spanien und Italien fielen durch die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse in Folge des ersten "Schwarzen Freitags" der Geschichte in eine tiefe Rezession. Erst im Jahr 1868 erholten sich die Volkswirtschaften langsam wieder von dieser Krise.
Besonder-heiten:Mit Prägesiegel.
Verfügbar:Sehr seltene Aktie der bedeutenden Bank, deren Zusammenbruch für den ersten “Schwarzen Freitag” in der Finanzgeschichte sorgte.
Erhaltung:EF-VF.
Zuschlag:60,00 EUR
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Alle Wertpapiere stammen aus unserer Bilddatenbank. Es kann deshalb vorkommen, dass bei Abbildungen auf Archivmaterial zurückgegriffen wird. Die Stückenummer des abgebildeten Wertpapiers kann also von der Nummer des zu versteigernden Wertpapiers abweichen.

 

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