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Losnr.:854 (Deutschland bis 1945 (Nicht Reichsbank))
Titel:Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen
Auflistung:Aktie 1.000 Mark 13.3.1895. Gründeraktie (Auflage 16000, nach überwiegender Umwandlung in VZ-Aktien ab 1907 nur noch max. 878, R 11).
Ausruf:3.500,00 EUR
Ausgabe-
datum:
13.03.1895
Ausgabe-
ort:
Nürnberg
Abbildung:Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen
Stücknr.:10795
Info:Im ausgehenden 19. Jh. wurde der große Kapitalbedarf und das unternehmerische Risiko zunehmend zum Hemmschuh für den Verkaufserfolg der großen Elektro-Konzerne. Diese gründeten deshalb mit Hilfe von Banken und anderen Investoren spezielle Finanzierungsgesellschaften, deren einzige Aufgabe es war, neuen Anwendern auf dem Gebiet der Elektrotechnik durch Übernahme von Beteiligungen oder Zeichnung von Anleihen finanziell unter die Arme zu greifen. Als erster hatte diese Idee die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg, sie gründete 1894 die Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG (Rheinelektra, heute im RWE-Konzern aufgegangen) und 1895 die Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen. Ebenfalls 1895 gründete die A.E.G. in Zürich die Bank für elektrische Unternehmungen (“Elektrobank”) und in Berlin die Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft (die ELG übernahm vor allem Beteiligungen an Stromversorgern), Siemens & Halske folgte 1900 mit der Gründung der Siemens Elektrische Betriebe AG (die 1925 mehrheitlich vom Preußischen Staat übernommen wurde und ein direkter Vorläufer der heutigen E.ON ist). Konkreter Anlaß für die Gründung der “Continentale” war der Bau der Wuppertaler Schwebebahn. Mit Beginn der Industrialisierung entwickelte sich zwischen den Städten Elberfeld und Barmen ein starker Personenverkehr, für den bereits 1874 eine Pferdebahn eingerichtet wurde. Diese erreichte schon nach wenigen Jahren ihre Kapazitätsgrenze, und der zur Verfügung stehende Verkehrsraum war im Tal der Wupper durch die topographischen Gegebenheiten stark beschränkt. Die zur Lösung des Problems eingesetzte Kommission empfahl deshalb bereits 1887 den Bau einer Hochbahn über dem Flußlauf der Wupper. Das Projekt erhielt Auftrieb durch die Erfindung einer Einschienen-Hängebahn durch den Ingenieur Carl Eugen Langens in Köln. Diese frei pendelnde Bahn konnte auch die im Tal der Wupper unvermeidlichen vielen Kurvenradien ausreichend schnell befahren, zudem war sie günstiger zu bauen als eine konventionelle Hochbahn, wir wir sie z.B. aus den Städten Berlin und Hamburg kennen. Am 31.12.1894 schlossen die Städte Elberfeld und Barmen für den Bau und Betrieb der Bahn einen Vertrag mit der Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg, dem wenig später auch die Gemeinde Vohwinkel beitrat. In Vohwinkel sollte die Bahn über der Sonnborner Straße bis zum Kaiserplatz geführt werden. Nachdem sich für dieses technisch ganz neuartige und deshalb als riskant eingestufte Projekt außenstehende Investoren nicht fanden, gründete Schuckert 10 Wochen nach Abschluß des Vertrages die Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen, der die Bauausführung und der spätere Betrieb der Wuppertaler Schwebebahn übertragen wurde. Mitte 1898 begann der Bau mit dem Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Kluse und Zoologischer Garten. Am 24.10.1900 machte Kaiser Wilhelm II. eine Probefahrt über die gesamte Strecke und lobte das neue Verkehrsmittel als “zweckmäßig und angenehm”. Am 1.3.1901 wurde der Betrieb offiziell eröffnet. In dem vom MAN-Zweigwerk Mainz gebauten Gerüst mit 473 Trägerportalen und den Bahnhofsanlagen sind 19.000 t Stahl verbaut. In den beiden Endschleifen beträgt der Kurvenradius lediglich 9 m, für eine konventionelle Bahn ein völlig unerreichbarer Wert. Der Betrieb der Wuppertaler Schwebebahn blieb stets die bedeutendste Aktivität der “Continentale”. Zur Stromversorgung errichtete man in einem Gemeinschaftsunternehmen mit den Bergischen Kleinbahnen direkt an die Zeche Adler in Essen-Kupferdreh anschließend ein eigenes Elektrizitätswerk. Der Aufkauf von Aktien auch der Bergische Kleinbahnen AG und der Elektrische Straßenbahn Barmen-Elberfeld durch die Continentale ermöglichte zum 1.1.1914 eine Interessen- und Betriebsgemeinschaft mit der Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel. Um diese Betriebsgemeinschaft auf sämtliche Elberfelder Straßen- und Kleinbahnen auszudehnen, erwarben die Bergischen Kleinbahnen von der Stadt Elberfeld, die sich im Gegenzug durch Übernahme eines Aktienpaketes beteiligte, die städtische Straßenbahn. Bald strebte die Stadt Elberfeld eine Beteiligung an sämtlichen Aktivitäten der “Continentale” im Bergischen Land an, also auch bei der Schwebebahn. Als Ergebnis wurde 1920 das Schwebebahn-Unternehmen in eine eigenständige Aktiengesellschaft überführt und alle Bahnbeteiligungen, die Überlandzentrale Kupferdreh sowie das städtische Elektrizitätswerk Elberfeld in der neu gegründeten Bergische Elektrizitäts-Versorgungs-GmbH als Zwischenholding gebündelt, deren Anteile zu 51 % der “Continentale” und zu 49 % der Stadt Elberfeld gehörten. 1922 reduzierte die “Continentale” ihr Engagement und gab damit den maßgeblichen Einfluß bei der von ihr initiierten technischen Pionierleistung auf. Im Laufe der Jahre wirkte die “Continentale” mit beim Bau und Betrieb der Stuttgarter Elektrizitätswerke und beim Sigmaringer Elektrizitätswerk, der Düsseldorfer Strassenbahn, der Berg-Schwebebahn in Loschwitz bei Dresden, der elektr. Im ausgehenden 19. Jh. wurde der große Kapitalbedarf und das unternehmerische Risiko zunehmend zum Hemmschuh für den Verkaufserfolg der großen Elektro-Konzerne. Zuletzt bestanden an eigenen, direkt geführten Aktivitäten noch die Elektrizitätswerke in Berchtesgaden, Günzburg und Jassy (Rumänien) sowie Elektrizitätswerk und Straßenbahn in Mühlhausen i.Th. Auf Effektenkonto verbucht waren dutzende kleinerer Engagements bei Elektrizitätswerken und Straßenbahnen in Frankreich, Belgien, Italien, Spanien und Polen (die italienischen Beteiligungen wurden 1916/17 verkauft, der Rest ging als Folge des 1. Weltkrieges verloren) sowie Beteiligungen an der Rheinelektra in Mannheim, der Elektra AG in Dresden, der Kraftwerke Westsachsen AG in Zwickau, der Kraftwerk Thüringen AG in Gispersleben, der Thüringischen Elektrizitäts- und Gas-Werke in Apolda. Die Continentale-Aktien waren in Berlin, Frankfurt a.M., München, Hamburg und Köln börsennotiert. Dem AR saß Reichsrat Hugo Ritter von Maffei vor, einer der maßgeblichen Begründer von Schuckert. Bei Gründung 1985 betrug das Kapital 16 Mio. M und wurde 1897 um noch einmal 16 Mio. M erhöht. Ende 1899 bot Schuckert einen Aktientausch 2:1 der Continentale-Aktien in Schuckert Aktien an und baute dadurch seine Beteiligung auf über 90 % aus. 1907 wurde zur Deckung aufgelaufener Verluste eine Zuzahlung von 35 % = 350 M pro Aktie beschlossen. 31.122 Aktien wurden damit zu Vorzugsaktien, lediglich 878 (von denen das vorliegende Stück eine ist) verblieben als Stammaktien. Nach der Hyperinflation erfolgte 1925 ohne Aktienneudruck die Nennwertumstellung 4:1 auf 250 RM. Zu dieser Zeit war die vorliegende Aktie bereits in Vergessenheit geraten, denn sie trägt keinen Umstellungsstempel. 1927 wurde die “Continentale” auf die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg verschmolzen, den restlichen Aktionären wurden im Umtausch Schuckert-Aktien gewährt.Strassenbahn Schandau-Lichtenhainer Wasserfall, der Straßenbahn Berlin (Büschingsplatz)-Hohenschönhausen, außerdem Gründung der Elektra AG in Dresden (die später weitgehend der sächsische Staat übernahm), einer Elektricitätsgesellschaft behufs elektrischer Beleuchtung in Antwerpen und der Reichenberger Strassenbahn sowie Beteiligung an der Trambahngesellschaft in Konstantinopel.
Verfügbar:Finanz-, wirtschafts- und technikgeschichtlich hoch bedeutende Rarität. Zuvor vollkommen unbekannt gewesen, nur zwei Stücke wurden letztes Jahr in Frankreich gefunden. Mit (z.T. bereits getrennten) Kupons ab 1901/02. (R 11)
Erhaltung:VF.
Zuschlag:3.900,00 EUR
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