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Losnr.:829 (Deutschland bis 1945)
Titel:Haffuferbahn AG
Auflistung:Sammel-Aktie Lit. B 12.000 Mark 7.8.1907 (R 12).
Ausruf:750,00 EUR
Ausgabe-
datum:
07.08.1907
Ausgabe-
ort:
Elbing
Abbildung:Haffuferbahn AG
Stücknr.:682-693
Info:Ab 1896 erbaute normalspurige Bahn für die 48 km lange Strecke Elbing-Cadinen-Tolkemit-Frauenburg-Braunsberg. Gründer waren die Provinz Ostpreußen, die Bahnbaugesellschaft Lenz & Co. und Interessenten aus der regionalen Wirtschaft. Im Gegensatz zur Preussischen Ostbahn, die die Städte Elbing und Braunsberg bereits seit 1852 verband, verläuft die Bahn nicht im Landesinneren, sondern direkt an der Küste des Frischen Haffs. In Elbing beginnt die HUB am Ostbahnhof, der aber nur dem Übergangsgüterverkehr zur Staatsbahn diente. Die Personenzüge begannen im Stadtbahnhof. Dieser lag 2,5 km vom Staatsbahnhof entfernt, so daß Übergangsreisende auch noch ein Stück mit der Städtischen Straßenbahn fahren mussten. Am 20.5.1899 wurde der Betrieb von Elbing zunächst bis Frauenburg eröffnet, ab 7.9.1999 fuhr die Bahn durchgehend bis Braunsberg. Von Cadinen führte ein Anschlußgleis zur hohenzollerischen Herrschaft Cadinen (der Sommerfrische von Kaiser Wilhelm II.) mit dem berühmten Gestüt. Die Bahn war für die Industrie (Anschluss der Ziegelindustrie bei Tolkemit und der Elbinger Schichauwerft an die Staatsbahn) und für den Ausflugsverkehr an das Frische Haff wichtig. 1939 bestand der Fahrzeugpark aus 9 Dampflokomotiven sowie 26 Personen-, 3 Gepäck- und 111 Güterwagen. Großaktionäre waren zuletzt mit 41 % die AG für Verkehrswesen und mit 34 % deren Tochter Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Gleich nach dem 2. WK wurde die Bahn von Polen wieder in Betrieb genommen, nur ein innerstädtisches Teilstück in Braunsberg war wegen der zerstörten Brücke über die Passarge zunächst nicht wieder befahrbar. 1982 Neubau eines die Innenstadt von Elbing im Westen umfahrenden Anschlusses an die Hauptbahn. Der Stadtbahnhof (der schon 1958 für den Personenverkehr geschlossen worden war und nur noch dem Güterverkehr diente) wurde stillgelegt. Zum 1.4.2006 stellte die Staatsbahn PKP den Personenverkehr auf der HUB ein, gelegentliche Güterzüge verkehrten weiter. Neuerdings wird die Strecke aber wieder fahrplanmäßig befahren, wenn auch nur in der kurzen Sommersaison vom 4.7. bis 25.8.: In dieser Zeit führt der französische Eisenbahnkonzern ARRIVA täglich zwei Zugpaare seiner Regionalverbindung Graudenz-Marienburg-Elbing-Braunsberg über die alte, in einem desolaten Zustand befindliche Trasse der Haffuferbahn, ein weiterer Zug fährt sogar durchgehend ab Thorn (Torun) über Elbing (Elblag) und dann die HUB nach Braunsberg (Braniewo).
Besonder-heiten:Die Urkunde verbrieft Aktien aus der zweiten Emission (die lediglich nom. 79.000 M betrug). Gedruckte Aktien dieser Emission sind unbekannt und wahrscheinlich auch nicht existent, insofern äußerst wichtiges Dokument zur Kapitalentwicklung der Haffuferbahn. Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Knickfalten, Rostflecke. Fachgerecht restauriert. Das Gründungskapital von 2.750.000 M 1896/99 musste 1907 um 79.000 M aufgestockt werden. Diesen minimalen Betrag schossen die Großaktionäre zu und erhielten dafür, da sich ein Aktienneudruck nicht lohnte, maschinenschriftliche Sammelaktien. Zwei davon blieben erhalten, nämlich diese hier über 12.000 M sowie eine weitere über 6.000 M. Davon steht nur dieses Stück dem Markt zur Verfügung. Maschinenschriftliches Unikat aus dem Reichsbankschatz. (R 12)
Erhaltung:VF-F.
Zuschlag:offen
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