NEWS | AUCTIONS | SERVICE | ABOUT US 

 AUCTIONS

  Information

  Explanations

  Terms and Conditions

  Consignor Contract

  Newsletter


  CATALOG

  FHW Auction 120

  Browse catalog


  LIVE BIDDING

  Explanations



  CUSTOMER AREA

  Login

  Free registration


  PREVIOUS AUCTIONS

  FHW Auction 119

  FHW Auction 118

  FHW Auction 117

  FHW Auction 116

  FHW Auction 115

  FHW Auction 114

  FHW Auction 113

  FHW Auction 112

  FHW Auction 111

  FHW Auction 110

  FHW Auction 109

  FHW Auction 108

  FHW Auction 107

  FHW Auction 106

  FHW Auction 105

  FHW Auction 104

  FHW Auction 103

  FHW Auction 102

  FHW Auction 101

  FHW Auction 100

  FHW Auction 99

  FHW Auction 98

  FHW Auction 97

  FHW Auction 96

  FHW Auction 95

  FHW Auction 94

  FHW Auction 93

  FHW Auction 92

  FHW Auction 91

  FHW Auction 90

  FHW Auction 89

  FHW Auction 88

  FHW Auction 87

  FHW Auction 86

  FHW Auction 85

  FHW Auction 84

  FHW Auction 83

  FHW Auction 82

  FHW Auction 81

  FHW Auction 80

  FHW Auction 79

  FHW Auction 78

  FHW Auction 77

  FHW Auction 76

Lot details  

Here you find the details to this lot.
You have more options if you are registered.




 Previous lotBackNext lot 
Lot:1109 (Germany until 1945 (No Reichsbank))
Title:Gesellschaft zum Betrieb des Cur-Etablissements in den Badeorten Wiesbaden & Ems
Details:Legitimations-Schein zu einer ausgelosten Actie à 100 fl. 1.10.1865 (R 10).
Starting
price:
300,00 EUR
Issuing-
date:
01.10.1865
Issuing-
place:
Wiesbaden
Picture:Gesellschaft zum Betrieb des Cur-Etablissements in den Badeorten Wiesbaden & Ems
Number:6619
Info:Für das Glücksspiel in Wiesbaden, das damals noch in Wirtshäusern gespielt wurde, erteilte Fürst Carl von Nassau-Usingen 1771 das erste Privileg. 11 Jahre danach wurde das Roulette eingeführt, 1810 wurde die Spielbank in das gerade neu errichtete „Alte Kurhaus“ verlegt. Neben dem Glücksspielverbot außerhalb privilegierter Kurorte führte das Fürstentum Nassau nun auch das Residenzverbot ein, d.h. den eigenen Untertanen und Beamten war die Teilnahme am Glücksspiel verboten. Damit entwickelte sich die später auch in der Literatur (Dostojewski, erster Besuch in Wiesbaden 1863) beschriebene besondere Kultur, wonach ausländische Gäste das Hauptpublikum der Spielbanken darstellten. 1831/38 wurden Spielbanken in Frankreich per Verbotsgesetz geschlossen, woraufhin deren Pächter neue Wirkungsstätten suchten. Das erklärt den ganz offenkundig französischen Einfluß bei den bekannten Wertpapieren der Spielbanken in Wiesbaden, Bad Homburg und Bad Nauheim. 1834 erwarb Antoine Chabert, bereits Pächter der Spielbank in Baden Baden, das Glücksspielmonopol im Herzogtum Nassau mit den Spielbanken Bad Ems, Wiesbaden, Schlangenbad und Schwalbach. Der Betrieb lief glänzend sowohl für das Herzogtum und die Stadt, aber auch für Chabert, der die Konzession 1847 an Anton Gutz abtrat und Wiesbaden um 7 Mio. Francs reicher verließ. 1856 ging die Konzession für den Betrieb der Cur-Etablissements zu Wiesbaden und Ems und insbesondere für den Betrieb der Hazardspiele daselbst durch Dekret der Herzogl. Nassauischen Landesregierung an die Brüder Marcus und Bernhard Berlé, Inhaber des Bankhauses Marcus Berlé zu Wiesbaden. Die Brüder Berlé traten die Konzession gleich an diese mit einem Nennkapital von 2,5 Mio. Gulden neu gegründete Aktiengesellschaft ab. Davon gingen 1,8 Mio. fl Aktien unentgeltlich an die Gründer für die Abtretung ihrer Konzession und Überlassung des von den früheren Pächtern übernommenen Mobiliars. Die Ges. errichtete dann das noch heute weltbekannte neue Kurhaus mit der Spielbank in Wiesbaden. Die Dauer der Ges. war auf 25 Jahre festgelegt. Die Satzung bestimmte aus dem jährlichen Reingewinn 60.000 fl. für die Amortisation von Aktien, die zwar zurückgezahlt wurden, aber (abzüglich 6 fl. zusätzlicher Amortisationsbeitrag) via neu auszugebender Legitimationsscheine dividendenberechtigt blieben. Während der Dauer der Gesellschaft bis 1881 (entsprechend der Laufzeit der Konzession) sollte so das gesamte Aktienkapital amortisiert werden. Dieser Plan konnte schließlich nicht zu Ende geführt werden: 1872 bestimmte ein Reichsgesetz die Schließung sämtlicher Spielcasinos im Deutschen Reich. Erst 1946 erteilte die US-Besatzungsmacht eine neue Erlaubnis zum Spielbetrieb in Wiesbaden, gegen heftige Widerstände der hessischen Landesregierung. Am 29.10.1949 begann dann das Große Spiel wieder, zunächst im Foyer des Hessischen Staatstheaters. Ende 1955 konnte das Spielcasino wieder an seinen alten Standort zurückkehren, den bis dahin von der US-Besatzungsmacht genutzten Nordflügel des Kurhauses. Das seit 1771 bestehende „Residenzverbot“, wonach Einheimischen die Spielteilnahme untersagt war, wurde übrigens erst 1986 wieder aufgehoben.
Specials:Die Aktien wurden durch jährliche Auslosung amortisiert und die ausgelosten Stücke eingezogen. Der frühere Aktionär erhielt das eingezahlte Kapital von 100 fl. zurück, bekam aber weiter Dividende, wofür dieser Legitimations-Schein ausgestellt wurde. Mit Originalunterschriften des Regierungscommissärs, des General-Directors und der beiden Directoren.
Availability:R 10
Condition:VF.
Sold:300,00 EUR
 Previous lotBackNext lot 

All bonds and shares images are taken from our database. That is why it can
happen that we have taken the image from our archive. The number of each
piece to be sold of during the auction can vary from the picture.

 

Share Spotlight:
Universum-Film AG
Universum-Film AG
Show Share
Show Auction
Order catalog

Next auctions:
October, 9 2021:
120. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
November, 4 2021:
36. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
January, 6 2022:
37. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
February, 26 2022:
121. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
April, 7 2022:
38. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH

Latest News:
September, 3 2021:
120. FHW-Auction on October 9, 2021 at our company headquarters in Wolfenbüttel // Catalog with 1,442 fantastic items now online!
February, 22 2021:
Results of 119. FHW-Auction now online!
February, 16 2021:
119. FHW-Auction on Feb. 20th, 2021 in Wolfenbüttel // Only 4 days left for online bidding!
January, 18 2021:
119. FHW-Auction on February 20, 2021 at our company headquarters in Wolfenbüttel // Catalog with 1,893 fantastic items now online!
October, 4 2020:
Results of 118. FHW-Auction now online!

© 2021 Freunde Historischer Wertpapiere - All rights reserved - Imprint | Data Protection - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@fhw-online.de