NEWS | AUCTIONS | SERVICE | ABOUT US 

 AUCTIONS

  Information

  Explanations

  Terms and Conditions

  Consignor Contract

  Newsletter


  CATALOG

  FHW Auction 120

  Browse catalog


  LIVE BIDDING

  Explanations



  CUSTOMER AREA

  Login

  Free registration


  PREVIOUS AUCTIONS

  FHW Auction 119

  FHW Auction 118

  FHW Auction 117

  FHW Auction 116

  FHW Auction 115

  FHW Auction 114

  FHW Auction 113

  FHW Auction 112

  FHW Auction 111

  FHW Auction 110

  FHW Auction 109

  FHW Auction 108

  FHW Auction 107

  FHW Auction 106

  FHW Auction 105

  FHW Auction 104

  FHW Auction 103

  FHW Auction 102

  FHW Auction 101

  FHW Auction 100

  FHW Auction 99

  FHW Auction 98

  FHW Auction 97

  FHW Auction 96

  FHW Auction 95

  FHW Auction 94

  FHW Auction 93

  FHW Auction 92

  FHW Auction 91

  FHW Auction 90

  FHW Auction 89

  FHW Auction 88

  FHW Auction 87

  FHW Auction 86

  FHW Auction 85

  FHW Auction 84

  FHW Auction 83

  FHW Auction 82

  FHW Auction 81

  FHW Auction 80

  FHW Auction 79

  FHW Auction 78

  FHW Auction 77

  FHW Auction 76

Lot details  

Here you find the details to this lot.
You have more options if you are registered.




 Previous lotBackNext lot 
Lot:814 (Frankfurt)
Title:Deutsche Reichs-Post AG
Details:Interimsschein über 1 Actienanteil 1.2.1877 (Gründeraktie, R 12).
Starting
price:
4.000,00 EUR
Issuing-
date:
01.02.1877
Issuing-
place:
Frankfurt a.M.
Picture:Deutsche Reichs-Post AG
Number:120 b
Info:Gegründet 1877 mit einem Aktienkapital von 500.000 Mark für die Herausgabe und Vertrieb einer politischen Zeitung, deren Richtung durch die Programme der Deutsch-Konservativen vom 1.7/12.7.1876 bestimmt wurde. Die Deutschkonservative Partei konstituierte sich am 7. Juni 1876 aus sehr verschiedenen Gruppen: Adligen, Großgrundbesitzern, Anhängern der Regierung Bismarck wie Moltke, traditionsorientierten Protestanten und Christlich-Sozialen. Sie erkannte die Verfassung des Deutschen Kaiserreichs an und trat für die Bewahrung der monarchischen Vorrechte, Stärkung der Religion, gegen Zentralismus und Parlamentarismus sowie für Bekämpfung der Sozialdemokratie ein. Das Programm der Partei war bis ins Detail mit Bismarck abgesprochen. Ihr Hauptorgan war die "Neue Preußische Zeitung" (Kreuzzeitung). Das täglich erscheinende Parteiorgan der Deutschkonservativen war "Die Post", die gleichzeitig als offizielles Organ der Regierung Bismarck galt. Weitere Presseerzeugnisse der Partei waren der "Reichsbote", die "Konservative Monatsschrift", die "Deutsche Reichs-Post" und das "Deutsche Adelsblatt". Ihre Hochburgen hatte die Partei in Ostpreußen, Pommern, Mecklenburg und Sachsen. Im Preußischen Abgeordnetenhaus war sie, begünstigt durch das Dreiklassenwahlrecht, die stärkste Kraft. Im Herrenhaus war ihre Stellung sogar noch stärker. So hatte sie einen wesentlichen Einfluss auf Offizierskorps, Beamtenschaft und Geistliche und über den Bundesrat auch auf die Reichspolitik. Die Partei war antisemitisch ausgerichtet, so wurde zum Beispiel im Reichstagswahlkampf 1881 in großem Ausmaß antisemitische Propaganda eingesetzt. Bei der Schutzpolitik ging sie mit den Freikonservativen, dem Zentrum und mit Teilen der Nationalliberalen Partei zusammen. Doch wandte sie sich gegen den Kulturkampf Bismarcks. Nach dessen Entlassung gingen die Deutschkonservativen in Opposition zur wirtschaftsliberalen Politik des neuen Reichskanzlers Leo von Caprivi. Das 1892 beschlossene Parteiprogramm (das sogenannte Tivoli-Programm) wandte sich, beeinflusst von Adolf Stoecker, gegen den zersetzenden jüdischen Einfluss und gegen die Sozialdemokratie. Ab 1892 kam es auch zu Flügelkämpfen zwischen der größtenteils dem Landadel entstammenden bisherigen Parteiführung und Stoeckers eher bürgerlich-städtisch geprägten Christsozialen. Durch das Aufkommen des Bundes der Landwirte wurde der zunächst unterlegene agrarische Flügel wieder gestärkt und Stoecker veranlasste im Februar 1896 wegen sozialpolitischer Meinungsverschiedenheiten die Abtrennung der Christlich-Sozialen Partei. Die Deutschkonservativen stimmten 1898 und 1899 geschlossen für Flotten- und Militärvorlagen und zeigte sich im preußischen Landtag als Gegner des Mittellandkanals ("Kanalrebellen"). Unter Reichskanzler Fürst Bernhard von Bülow näherte sich die Partei wegen dessen agrarprotektionistischer Politik wieder an die Reichsregierung an, doch lehnte sie weiterhin alle Ansätze zu liberalen Reformen in der Innen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ab und trug so 1909 zum Sturz der Regierung v. Bülows bei. Die Deutschkonservativen widersetzten sich jeder Stärkung des Reichs zu Lasten der einzelnen Bundesstaaten, weil sie fürchteten, dass sonst ihr Einfluss im die Bundespolitik beherrschenden Preußen an Gewicht verlöre. Dagegen stimmten sie allen Militär- und Flottenvorlagen zu, während sie die Kolonialpolitik nur zögernd unterstützten. Deshalb gab es auch eine Distanz zum alldeutschen Programm. Als Partei ohne Massenbasis suchte sie einen Ersatz im Bund der Landwirte (BdL), in dem preußische Großagrarier den Ton angaben. In vielen Fragen wurde sie zur reinen Interessenpartei der Landwirtschaft. Viele preußische Landräte gaben ihr Unterstützung. Bekannte Vertreter der Partei waren u.a. Wilhelm von Rauchhaupt, Otto von Manteuffel, Ernst von Heydebrand und der Lasa, Kuno Graf von Westarp, Hans Hugo von Kleist-Retzow, Philipp von Nathusius-Ludom, Elard von Oldenburg-Januschau, Heinrich von Salisch, Dr. Georg Oertel oder Wilhelm Joachim von Hammerstein. Ein Großteil der Mitglieder der Deutschkonservativen Partei beteiligte sich 1918 an der Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Im Zuge ihres scharfen Rechtskurses unterstützte die DNVP die Präsidialkabinette unter Heinrich Brüning und Franz von Papen. Die Bereitschaft Hugenbergs zur politischen Zusammenarbeit mit Adolf Hitler in einem gemeinsamen Kabinett ermöglichte schließlich am 30. Januar 1933 die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Zu den Reichstagswahlen vom 5. März trat die DNVP gemeinsam mit dem Stahlhelmbund als "Kampffront Schwarz- Weiß-Rot" an und erreichte mit 8 Prozent der abgegebenen Stimmen ein zwar eher mäßiges Ergebnis, aber sie sicherte damit der gemeinsamen Koalitionsregierung unter Hitler 51,9 Prozent aller Stimmen. Das war der letzte Part ihrer Rolle als "Steigbügelhalter" für die Nationalsozialisten. In völliger Verkennung der Ziele nationalsozialistischer Politik war der unter Hitler als Reichsminister für Ernährung und Wirtschaft fungierende Hugenberg nicht in der Lage, den Fortbestand der Deutschnationalen Volkspartei neben der NSDAP zu sichern. Seit Mai firmierte seine Partei als "Deutschnationale Front", Ende Juni 1933 wurde sie zur Selbstauflösung gezwungen.
Specials:Eingetragen auf Pfarrer Ludwig Hofacker in Stuttgart, einem aktiven Mitglied der Deutsch-Konservativen Partei. Originalsignaturen für den Vorstand und Aufsichtsrat.
Availability:Dabei: eine Einzahlungsquittung in Höhe von 20 Mark als Anteil zu der Aktie Nr. 120 b, ausgestellt auf den Pfarrer Hofacker am 1.10.1882 in Frankfurt a.M. Knickfalten, sonst tadellos. Nur diese eine Aktie der Deutsche Reichs-Post AG wurde in einem Nachlaß des Pfarrers Ludwig Hofacker im Jahr 2010 gefunden. Kulturgeschichtlich bedeutende Rarität! (R 12)
Condition:EF-VF.
Sold:6.500,00 EUR
 Previous lotBackNext lot 

All bonds and shares images are taken from our database. That is why it can
happen that we have taken the image from our archive. The number of each
piece to be sold of during the auction can vary from the picture.

 

Share Spotlight:
Bergwerke Königsborn-Werne AG
Bergwerke Königsborn-Werne AG
Show Share
Show Auction
Order catalog

Next auctions:
October, 9 2021:
120. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
November, 4 2021:
36. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
January, 6 2022:
37. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH
February, 26 2022:
121. Auction Freunde Historischer Wertpapiere
April, 7 2022:
38. Live Auction of Deutsche Wertpapierauktionen GmbH

Latest News:
September, 3 2021:
120. FHW-Auction on October 9, 2021 at our company headquarters in Wolfenbüttel // Catalog with 1,442 fantastic items now online!
February, 22 2021:
Results of 119. FHW-Auction now online!
February, 16 2021:
119. FHW-Auction on Feb. 20th, 2021 in Wolfenbüttel // Only 4 days left for online bidding!
January, 18 2021:
119. FHW-Auction on February 20, 2021 at our company headquarters in Wolfenbüttel // Catalog with 1,893 fantastic items now online!
October, 4 2020:
Results of 118. FHW-Auction now online!

© 2021 Freunde Historischer Wertpapiere - All rights reserved - Imprint | Data Protection - T: +49 (0)5331 / 9755 33 - F: +49 (0)5331 / 9755 55 - E: info@fhw-online.de